Diese Hunde heilen Herzen

Zu Besuch auf einer Huskey-Ranch an der Elbe
Nachbarn erklären ihn für ein wenig verrückt, wenn er auf seinem Sommerschlitten winkend und freudestrahlend durch die Felder rast. Gezogen wird der Schlitten von wolfs-ähnlichen Hunden: Huskys.

Doch Georg Thomalla ist ganz und gar nicht verrückt. Er und seine Frau Gudrun haben einfach nur ihren Traum verwirklicht. In Bullendorf an der Elbe leben sie mit acht Huskys zusammen. Eine eigenwillige, intelligente und gleichzeitig liebevolle Hunderasse, die gebrochene Herzen wieder heilen kann. Genau aus diesem Grund hat Familie Thomalla beschlossen, andere am Leben des Huskyrudels teilhaben zu lassen.

Huskys

Huskyzüchter Georg Thomalla ist sich sicher: „Ein Besuch bei unseren Hunden ist wie eine kleine Therapie.“ 

Lisa und Husky

Lisa und Hündin Maja verstehen sich auf Anhieb. Die Begegnung mit den Huskys gibt der 18-jährigen Kraft und Selbstvertrauen.

Huskys vor Schlitten an der Elbe

Pause vor dem Deich. Täglich ist Georg Thomalla mit seinen Hunden entlang der Elbe unterwegs.

Jugendliche lernen von den Huskys

Regelmäßig bietet Georg Thomalla Jugendlichen aus der heilpädagogischen Einrichtung St. Bonifatius in Lüneburg Führungen an, macht auch Schlittenfahrten oder lässt einfach all die mit den Hunden spielen, die dadurch wieder neuen Lebensmut gewinnen. Er ist davon überzeugt, dass das Leben des Huskyrudels den Jugendlichen als Beispiel dienen kann: „Friedlich miteinander umgehen, kritisch sein, sich äußern können – all das können die Jugendlichen von den Hunden lernen. Ich sage immer: Beobachtet das Rudel, denn die Huskys machen vieles besser als wir Menschen.“ 

Die Huskys schenken den Jugendlichen neue Lebensfreude. Das spürt auch Erzieherin Marika Dobbertin. Sie betreut junge Menschen im Haus St. Bonifatius, die aufgrund traumatischer Erlebnisse besondere Fürsorge und Unterstützung benötigen. 

Das Angebot von Georg Thomalla hat sie gerne angenommen und schnell festgestellt: Die Hunde wirken tatsächlich Wunder. „Viele Jugendliche waren anfangs sehr zurückhaltend. Bei den Hunden lernen sie, aus sich herauszugehen. Es ist wirklich ein positives Gefühl, das wir alle mit nach Hause nehmen, wenn wir die Huskys besucht haben.“ 

 

Sie akzeptieren mich ohne Vorurteile

Auch der 18-jährigen Lisa (Name von der Redaktion geändert) sind die Huskys ans Herz gewachsen. Denn bei ihnen fühlt sie sich angenommen und akzeptiert – ganz ohne Vorurteile: „Die nehmen mich so, wie ich bin, und die reden nicht. Ich kuschel so gerne mit ihnen. Am liebsten würde ich immer hierbleiben.“ Die Hunde haben Lisa noch nie enttäuscht. Der ein oder andere sollte sich an ihrem Charakter ein Beispiel nehmen.  „Die Menschen sollten nicht so auf das Äußere gucken, sondern mehr auf das Innere. Und sie sollten freundlicher werden – so wie die Huskys“, wünscht sie sich.

Huskys können Herzen heilen – das hat Lisa gemeinsam mit den anderen Bewohnern des Hauses St. Bonifatius auf der Husky-Ranch von Familie Thomalla gelernt. Denn die Lebensfreude der Familie und ihrer Huskys steckt einfach an. 

 

Einen Film über die Jugendlichen bei den Huskys gibt es auf Youtube.

Unser Bistum: 
Bullendorf, Niedersachsen
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